Allgemeines

Wir gehen erstmal davon aus, dass jeder Behinderte tauchen kann.

 

Es gibt so viele verschiedene Behinderungsformen auf der Welt, die wir hier natürlich nicht alle beschreiben können. Die Auswahl der beschriebenen Einschränkungen erfolgte nach der ungefähren Häufigkeit des Auftretens bei Tauchern. Auch soll diese Information nicht ein Anatomie- oder Physiologiekurs werden. Viele Aspekte wurden weggelassen, weil sie von taucherischer Seite her nicht relevant sind.


Wir wollen hier ein Gefühl dafür vermittelt, dass man weiß, worüber wir reden. Es ist für ein gutes Vertrauensverhältnis viel wichtiger, dass man über behinderungsspezifische Probleme Bescheid weiß, als theoretisch alles über die Krankheit zu wissen.

 

Wichtig ist also, die richtigen Fragen zu stellen. Dieses Wissen versuchen wir zu vermitteln. Man muss sich dessen bewusst sein, dass die vermeintlich gleichen Behinderungen so verschiedene Ausmaße annehmen können, dass viele Dinge immer individuell abgesprochen werden müssen.


Auch sollte man von Anfang an die Hilfe dosiert anbieten oder nur in Aktion treten, wenn man darum gebeten wird. Menschen mit Handicap werden durch ihr Umfeld oft behinderter gemacht als sie eigentlich sind. Das soll heißen, dass viele Menschen gar nicht die Möglichkeit bekommen, zu zeigen wozu sie fähig sind und sogar bevormundet werden. Kurz gesagt wir möchten mit dieser Information ein Stück Normalität vermitteln.


Bei allen Behinderungsformen gilt es in erster Linie aus sicherheitstechnischen Gründen, die Einnahmen von Medikamenten abzuklären. Es gibt verschieden Medikamente, die unter

Druckveränderungen anders wirken als unter normalen Umständen. Dieser Faktor kann also unter Umständen entscheidend sein, ob jemand überhaupt tauchen gehen darf. Diese Tatsache ist auch ein Mitgrund für die Regelung, dass alle H-Taucher nicht tiefer als 20 m tauchen dürfen.


Das Thema Behindertentauchen ist also so komplex, dass wir nicht alle Aspekte behandeln können und wollen. Was in einen Fall interessant und wichtig sein könnte, ist für den anderen Fall total irrelevant.

 

 

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